19. Januar 2018, 23:11 Uhr

Schwarz-Grün ohne Mehrheit

19. Januar 2018, 23:11 Uhr

Von DPA , 1 Kommentar

Frankfurt/Main (dpa/lhe). Rund neun Monate vor der Landtagswahl hat die schwarz-grüne Regierungskoalition in Hessen einer Umfrage zufolge keine Mehrheit. Wie der am Freitag veröffentlichte »Hessentrend« ergab, verlieren CDU und Grüne im Vergleich zur Befragung vor einem Jahr an Zustimmung. SPD und FDP konnten dagegen im Vergleich zur Vorjahresumfrage zulegen, wie der Hessische Rundfunk (HR) in Frankfurt mitteilte. In Hessen soll am 28. Oktober ein neuer Landtag gewählt werden.

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CDU auf 31 Prozent der Wählerstimmen. Nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des HR würden 13 Prozent für die Grünen stimmen. Beide Parteien liegen damit jeweils um einen Prozentpunkt unter dem Vorjahresumfragewert. Die SPD legt leicht auf 25 Prozent zu (plus ein Prozentpunkt). Die Linke könnte mit unverändert acht Prozent rechnen, die FDP ebenfalls mit acht Prozent (plus zwei Prozentpunkte) und die AfD käme auf zwölf Prozent (minus zwei Prozentpunkte). Mit dem Einzug der Alternative für Deutschland wären erstmals sechs Parteien im Landtag vertreten. Anders als im übrigen Deutschland hat der Erhebung zufolge die Flüchtlings- und Integrationspolitik bei den Hessen an Brisanz verloren. Das Thema rutschte bei der Frage nach den wichtigsten Problemen auf den zweiten Platz (30 Prozent, minus 15 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). Platz eins nimmt nun die Bildungspolitik ein (41 Prozent, plus 14 Prozentpunkte).

»Wir sind mit dem Ergebnis nicht restlos zufrieden«, sagte CDU-Generalsekretär Manfred Pentz in Wiesbaden. Aber es sei ein Ansporn für den anstehenden Wahlkampf.

Die Hessen-SPD erkennt in der Wahlumfrage positive Signale für einen politischen Wechsel im Land. Die von der SPD gesetzten Themen Wohnen, Mobilität und Bildungsgerechtigkeit würden von den Bürgern als zunehmend wichtig empfunden, erklärte SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser.

Schäfer-Gümbel holt auf

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verliere an Zustimmung, während sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel an Zuspruch gewinne.

Könnten die Hessen den Ministerpräsidenten direkt wählen, dann würde Bouffier nur noch fünf Prozentpunkte vor Schäfer-Gümbel liegen. (Seite 4) (Foto: dpa)

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