11. März 2020, 23:08 Uhr

Aufruf zu Solidarität

11. März 2020, 23:08 Uhr
Ohne Zuschauer ging gestern das Champions-League-Spiel zwischen Paris und Dortmund über die Bühne. So wird es heute auch in Frankfurt beim Euro-League-Hinspiel gegen Basel sein. FOTO: GETTY/UEFA/AFP

Berlin/Wetzlar - Angesichts der steigenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) alle Bürger zur Solidarität aufgerufen. Mit Blick auf besonders gefährdete ältere und chronisch kranke Menschen sagte sie: »Da sind unsere Solidarität, unsere Vernunft, unser Herz füreinander schon auf eine Probe gestellt, von der ich mir wünsche, dass wir diese Probe auch bestehen.« Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg starb ein zweiter mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierter Patient. Es ist der dritte bekannte Covid-19-Todesfall in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Verbreitung des Virus nun als Pandemie ein.

Merkel erklärte, es sei die zentrale Aufgabe, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Kanzlerin sprach von einer außergewöhnlichen Lage. Man werde dann am Ende schauen, was das für den Haushalt bedeute. Sie stellte eine mögliche Lockerung der »Schwarzen Null« in Aussicht.

Kita und Schule im Lahn-Dill-Kreis zu

Aufgrund zweier Corana-Verdachtsfälle bleiben die Kindertagesstätte Abenteuerland im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sowie die Grundschule Dutenhofen bis auf Weiteres geschlossen. Das teilte der Lahn-Dill-Kreis mit. Zwei Personen hätten Kontakt mit einem bestätigten Corona-Fall gehabt. Einen zweiten bestätigten Fall gab es im Vogelsbergkreis.

Der Bundestag hat derweil seinen ersten Corona-Patienten. Das Virus wurde nach Angaben der FDP-Fraktion bei einem ihrer Abgeordneten festgestellt. Der betroffene Abgeordnete Hagen Reinhold aus Rostock sagte, erste Symptome seien nach einem Skiurlaub in Österreich aufgetreten. Er habe die Krankheit bereits wieder überwunden.

In Deutschland sind bislang mindestens 1850 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, es sei gut, dass viele Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern nun abgesagt würden - das hatten viele Bundesländer beschlossen.

Italien ordnete weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung n und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Supermärkte und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte.

Unterdessen sorgt das Coronavirus für den ersten kompletten Geisterspieltag in der Bundesliga-Geschichte. Der 26. Spieltag ab Freitag wird in leeren Stadien ausgetragen. Eintracht Frankfurt durfte gegen den FC Basel erst noch auf ein volles Haus hoffen - doch auch die Europapokalpartie heute wird ein Geisterspiel.

Gestern fand in Mönchengladbach das erste Geisterspiel in der Bundesliga-Geschichte statt. Die Borussia gewann gegen Köln mit 2:1. Auch in der Champions League wurde ohne Zuschauer gespielt. Borussia Dortmund unterlag in Paris mit 0:2 und schied aus. dpa » Mehr im Innenteil

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