28. September 2022, 22:21 Uhr

Fußball

Zuhause etwas auswärts

FC Gießen gegen Dietkirchen heute in Rödgen / Mittelstürmer Gorbunow als Neuzugang geholt
28. September 2022, 22:21 Uhr
TSU
Was machen die denn da? Leonid Akulinin (links) und Griesheims Pascal Bender wollen zum Ball, auch wenn der woanders zu sein scheint. Gießens Stürmer kann heute den Ball Ball sein lassen und seine angeschlagene Patellasehne schonen. Foto: Ben

. Sechs Spiele in Folge ist Fußball-Hessenligist FC Gießen inzwischen ungeschlagen und hat seine fünf Partien zu Hause für sich entschieden. Vor den Teilen zwei und drei des Heimspieldreierpacks am heutigen Donnerstag gegen TuS Dietkirchen (19 Uhr, in Rödgen) und am Montag gegen RW Hadamar (15 Uhr) gibt es also einige Gründe, um zufrieden zu sein und optimistisch nach vorne zu schauen.

FC Gießen - TuS Dietkirchen (Heute, 19 Uhr, Rödgen)

Zudem hat der Ex-Regionalligist am Dienstagabend die Verpflichtung eines Mittelstürmers mit immerhin 26 Viertliga-Einsätzen publik gemacht. Michael Gorbunow, bis zum Sommer bei Mitabsteiger TSV Schott Mainz unter Vertrag und seitdem vereinslos, hat sich dem Club angeschlossen. »Wir haben auf die langfristige Verletzung von Aykut Öztürk reagiert. Wir sind froh, dass wir diese Lücke schließen konnten. Michael ist ein großer Stoßstürmer, der sehr gut gegen den Ball arbeitet und im Strafraum sehr präsent ist. Er ist bereits spielberechtigt und könnte am Donnerstag im Kader sein.«

Zu einer Kampfansage lässt sich Trainer Daniyel Cimen gleichwohl nicht hinreißen. Auf die Frage, ob die sechs Punkte schon fix eingeplant seien, zumal Dietkirchen und Hadamar zusammen zwei Zähler weniger eingefahren haben als sein eigenes Team, antwortet der Coach trocken: »Pflicht ist in dieser Liga nichts, da kann jeder jeden schlagen.« Schon im Vorfeld des ungefährdeten 4:0-Erfolgs am Sonntag über Viktoria Griesheim habe jeder nur über neun Punkte gesprochen, was eben »auch zum Stolperstein werden kann«, so Cimen, wenn die Mannschaft glaube, was ihr von außen suggeriert wird. Die Sinne schärfen dürfte der Blick auf die geschossenen Tore der Dietkirchener. Denn die haben 22 Treffer auf der Haben-Seite und damit sogar einen mehr als der FCG. Und sie haben mit Maximilian Zuckrigl, der bereits 14 Mal jubeln durfte, den Toptorjäger in ihren Reihen. Ausweichort für die 90 Minuten ist der Platz in Rödgen, weil das Waldstadion bekanntermaßen über kein Flutlicht verfügt. »Ich bin ein großer Freund von Naturrasen, außerdem haben wir bis jetzt immer auf Rasen in Watzenborn-Steinberg oder im Stadion trainiert«, erklärt Daniyel Cimen, warum die Wahl auf Rödgen fiel und ein Kunstrasen wie an der Miller Hall etwa keine Alternative war. Ein kleines, enges Feld erwartet die beiden Teams - und wohl auch eine Menge Zweikämpfe.

Am Montag gegen Hadamar

Am Tag der Deutschen Einheit werden die Gießener dann wieder auf gewohntem Terrain im Waldstadion unterwegs sein und das aktuelle Tabellenschlusslicht zu Gast haben. »Hadamar wird sich das ganz anders vorgestellt haben«, weiß Cimen. In der Tat war die Truppe aus dem Landkreis Limburg in der Vergangenheit immer ein fester Bestandteil der Top Sechs und findet sich nun im Abstiegskampf wieder. Verantwortlich dafür ist gewiss auch der Ausfall einiger Leistungsträger wie Jerome Zey, Marco Koch und Jann Bangert. »Die sind so nicht zu ersetzen«, mutmaßt Cimen, der Koch und Bangert einst beim FCG zu Regionalliga-Zeiten unter seinen Fittichen hatte, beide allerdings später aus der Ersten Mannschaft aussortierte. Hadamar hat übrigens mit Luca Teller und Sammy Kittel zwei weitere frühere Gießener an Bord.

Personelles: Der als Stammkeeper in die Runde gegangene Daniel Duschner wird nach überstandenem Muskelbündelriss in den Kader zurückkehren. Sein Vertreter Aleksa Lapcic wird den Posten zwischen den Pfosten dennoch zumindest vorerst behalten. Denis Mangafic (Zerrung) und Deniz Vural (Muskelfaserriss) sind Kandidaten für den Montag, Mert Pekesen (Innenbandanriss) ist unterdessen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.



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