25. Februar 2021, 16:00 Uhr

Boxen

Sarah Bormann hat nächsten WM-Titel im Visier

Weltmeisterin Sarah Bormann aus Nidderau soll im Mai wieder in den Ring steigen. Angeblich geht es dann um einen weiteren WM-Titel. Diesmal nach Version der IBF, einem der großen Verbände.
25. Februar 2021, 16:00 Uhr
Sarah Bormann aus Nidderau-Ostheim ist wieder im Trainingsmodus. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch wird ihr nächster Kampf für den 15. Mai angekündigt. FOTO: IMAGO

Wo normal viertklassige Fußballer und ihre Trainer sitzen und sich über Stärken und Schwächen des nächsten Gegners auslassen, herrschte am Mittwoch erstaunlich viel Betrieb. Männer mit markanten Brillen und kräftigen Oberkörpern saßen neben hübschen Frauen mit auffälligen Taschen großer Modelabel. Auf dem Podium gaben zwei hessische Boxhoffnungen Einblicke in ihr Leben als Profi und Ausblicke für die Zukunft einer durch Corona schwer gebeutelten Sportart.

Neben dem Offenbacher Luca Cinqueoncie war dies Sarah Bormann, Weltmeisterin im Halbfliegengewicht (bis 48,9 kg) aus Nidderau-Ostheim. Ihr nächster Fight ist für den 15. Mai 2021 im Rahmen einer Boxgala in einem Münchner Hotel geplant. Der Traum vom Freiluftkampf im Offenbacher Fußball-Stadion wird dagegen noch etwas auf sich warten lassen müssen.

»Ich freue mich, endlich wieder in den Ring zu steigen«, sagt Sarah Bormann, die die Titel der Verbände GBU (Global Boxing Union), WIBF (Women’s International Boxing Federation) und WBF (World Boxing Federation) hält. Beim Pressetermin im Offenbacher Stadion wirkte die 30-Jährige als Gegenentwurf zum großen Schein: introvertiert, unaufgeregt - und authentisch. Ob man als Profi derzeit vom Boxen leben könne, wird sie gefragt. »Nein, das geht heutzutage nicht mehr«, sagt die Mehrfach-Weltmeisterin, die Vollzeit in einer Bäckerei arbeitet. Bei der geplanten Box-Gala im Mai soll sie einen WM-Kampf um den Titel des bedeutenden Weltverbandes IBF bestreiten. Eine ambitionierte Aufgabe angesichts der zuletzt wegen der Corona-Maßnahmen arg eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten. »Die Hallen waren zu, ich konnte mich nur fithalten und Schattentraining machen«, erklärt die Nidderauerin, die ihren letzten Wettkampf im Dezember 2019 bestritten hatte. Mittlerweile habe sie immerhin eine Trainingsmöglichkeit in einer Halle gefunden. »Jetzt heißt es: Gas geben und hart arbeiten«, sagt ihr Langzeittrainer Benjamin Romero, der Bormann, die gerne mal euphorisch als neue »Regina Halmich« bezeichnet wird, seit 2007 begleitet.

Ziele und Visionen gibt es einige, wenn die Corona-Pandemie endlich mal überwunden sein sollte. Der größte Wunsch: Bormann will auch im Strohgewicht (bis 47,6 kg) Weltmeisterin werden und da Tina Rupprecht (Augsburg) schlagen.

2020 stand Bormann zudem kurz vor einem Titelvereinigungskampf gegen WBC-Weltmeisterin Yesenia Gomez (Mexiko), der wegen Corona nicht zustande kam. Der mögliche Titel in einem der vier großen Verbände, viel Prestige und eine wohl nicht unerhebliche Geldsumme gingen ihr damals durch die Lappen. Aber jetzt gibt’s ja neue Hoffnung.

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