08. September 2021, 10:46 Uhr

Badminton

Internationales Flair beim SV Fun-Ball Dortelweil

Die Dortelweiler Badminton-Asse sind heiß auf den Bundesliga-Start am Wochenende. Mit sechs internationalen Topleuten wurde der Kader massiv aufgewertet - in Quantität und Qualität.
08. September 2021, 10:46 Uhr
Der Engländer Max Flynn ist einer von sechs Neuzugängen beim Badminton-Bundesligisten Fun-Ball Dortelweil. FOTO: IMAGO

Mit einem internationalen Kader und dem frisch gebackenen Deutschen Meister im Herren-Einzel geht der SV Fun-Ball Dortelweil am Wochenende in die neue Saison der Badminton-Bundesliga. Zum Auftakt steht gleich ein Doppel-Heimspieltag auf dem Programm.

»Am ersten Spieltag haben wir den Vizemeister aus Wipperfeld zu Gast, der auch mindestens drei Olympia-Teilnehmer in seinen Reihen hat. Dabei ist aber noch nicht klar, ob die auch alle kommen«, berichtet Klaus Rotter, Zweiter Vorsitzender beim SV Fun-Ball. Dem Duell gegen die Westfalen (Samstag, 16 Uhr) folgt tags darauf (12 Uhr) die Partie gegen den 1. BC Beuel. Vor allem Wipperfeld dürfte für die Wetterauer gleich zur Standortbestimmung werden. Rotter zählt den ersten Kontrahenten zu den ambitionierten Teams im elf Mannschaften umfassenden Feld der deutschen Beletage. »Der ganz große Favorit ist aber Bischmisheim. Die sind quasi das Bayern München des Badmintons.«

Der Bundesliga-Modus sieht zwei feste Absteiger vor, während der Klub auf Rang neun in die Relegation geht. In diesen Tabellengefilden wollen sich die Dortelweiler aber nicht aufhalten. Vielmehr will man um den Einzug in die Playoffs mitspielen. Darin kämpfen die Teams auf den Plätzen drei bis sechs um die Qualifikation für das Final Four. Der Hauptrundensieger und der Zweite sind direkt für das Abschlussturnier qualifiziert, bei dem am Saisonende der Deutsche Meister ermittelt wird.

Ob der SV Fun-Ball, der als Aufsteiger in die Liga geht, ganz vorne angreifen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Der Kader wurde gegenüber der Vorsaison nochmals massiv verstärkt. Neben Schäfer und den dänischen Jungnationalspielern gesellte sich in den letzten Monaten ein internationales Sextett zum Aufgebot: Der Engländer Max Flynn und Mathias Bay-Smidt (Dänemark) können im Herren-Doppel mit Rang 71 und 61 Weltranglistenpositionen unter den Top 100 vorweisen. Luis Enrique Penalver (Spanien, Ranking 66) sowie Jonathan Dolan (Irland, 153) werden neben Kai Schäfer im Einzel für Gefahr sorgen. Die Schottin Julie Macpherson ist derzeit im Doppel (49) und im Mixed (46) unter den Top 50 platziert. Und Iris Wang, bereits mehrere Jahre im Dortelweiler Aufgebot, nimmt aktuell sogar Weltranglistenplatz 36 im Frauen-Einzel ein.

Fünfstelliger Betrag für Spielergehälter und Reisekosten

Aus diesem 15 Personen starken Aufgebot gilt es, für jedes Spiel ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Wer zu welchen Partien anwesend sein wird, ist im Voraus schwer zu sagen. »Das ist ähnlich wie im Tennis«, erklärt Rotter. »Die Spieler sind immer wieder international bei diversen Turnieren unterwegs. Wir werden immer im Einzelfall sehen müssen, wer zur Verfügung steht.« Auch deswegen wurde der Kader nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ gegenüber der Vorsaison aufgewertet. Bei dieser Gemengelage liegt es auf der Hand, dass ein gemeinsames Training gar nicht stattfinden kann. Auch ein eigener Coach für die 1. Liga macht insofern wenig Sinn. Allerdings braucht es eine Betreuung der Mannschaft. Bei Auswärtsspielen soll immer eine Person mit dabei sein, die sich um Organisatorisches kümmert. Für die sportlichen Belange vor Ort ist jeweils Mannschaftsführer Schäfer verantwortlich.

Um den finanziellen Aufwand zu stemmen, der für ein solches Aufgebot notwendig ist, ist der Verein auf Sponsoren und Spender angewiesen. In dieser Hinsicht hat man gute Arbeit geleistet. Die Finanzierung des Bundesliga-Kaders - Spielergehälter und Reisekosten - bestreitet man laut Rotter aus eben diesem Budget. »Es handelt sich dabei um einen mittleren fünfstelligen Betrag. Der Etat des Gesamtvereins ist davon nicht berührt«, erklärt der Zweite Fun-Ball-Vorsitzende.

Neben dem Bundesliga-Team schicken die Dortelweiler ihre Zweitliga-Mannschaft ins Rennen, die sich ebenfalls als Aufsteiger beweisen muss. Hier kommen vor allem Spieler aus der Region zum Einsatz. Ebenfalls vertreten sind die Fun-Baller in der Oberliga, der Bezirksoberliga Frankfurt, der Bezirksliga A und Bezirksliga C. Beim Nachwuchs gibt’s zwei Jugendteams und eine Schülermannschaft.

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