25. März 2020, 20:42 Uhr

Spielbetrieb bleibt ausgesetzt

Die Basketball-Bundesliga macht weiter Pause - mindestens bis 30. April. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz. Die Teams klammern sich im Kampf um das Überleben an jede Hoffnung.
25. März 2020, 20:42 Uhr
Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb weiter aus. Dennoch bleibt es fraglich, ob die Gießen 46ers noch einmal in dieser Saison in der Osthalle spielen werden. FOTO: FRIEDRICH

Nach einer Videokonferenz setzen die Klubs aus der Basketball-Bundesliga (BBL) weiter auf das Prinzip Hoffnung, an Spielbetrieb ist wegen des Coronavirus aber weiter nicht zu denken. Bis mindestens zum 30. April wird pausiert, das beschlossen die Vereine am Mittwoch laut BBL-Mitteilung »mit deutlicher Mehrheit«. Die Zeit soll bestmöglich genutzt werden, um Pläne zu entwickeln, wie diese Saison sportlich beendet werden kann. Der Abbruch droht aber weiterhin.

Drei Stunden lang debattierten die Verantwortlichen der 17 Bundesligisten in einer Videoschalte. Das Ergebnis, sich noch mehr Zeit zu geben, bewertete die große Mehrzahl positiv. »Der BBL-Beschluss ist die einzig logische Entscheidung«, sagte Geschäftsführer Marko Pesic vom deutschen Meister Bayern München: »Somit besteht auch weiterhin Zeit, zu diversen Problemstellungen und Szenarien Lösungen zu erarbeiten.«

Wie die Liga in einem Statement mitteilte, gehört dazu auch die Idee, die Saison eventuell »mit einem gekürzten respektive verdichteten Modus« zu Ende zu spielen. Frank Meinertshagen, Geschäfts- führer der BG Göttingen, ist zufrieden. »Momentan kann man nur sehr schwer absehen, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt. Deshalb ist die Entscheidung, erst einmal noch ein bisschen abzuwarten, in meinen Augen die richtige.«

Die Bundesliga ist von der seit 12. März währenden Pause stark gezeichnet, einige Klubs schickten Trainer und Spieler in Kurzarbeit, viele US-Amerikaner verließen Deutschland Richtung Heimat. Es drohen die Einnahmen aus Ticketing und TV-Rechten wegzubrechen. »Es zeigt, dass wir alle im gleichen Boot sitzen«, sagte Gunnar Wöbke, Chef der Frankfurt Skyliners, der gerade erst Kurzarbeit anmelden musste: »Wir stehen in einem guten Austausch über Maßnahmen, Möglichkeiten und Risiken und unterstützen uns gegenseitig. Die Entscheidung gibt uns die Chance, weiter flexibel reagieren zu können und so die Saison, sofern irgendwie möglich, fortsetzen zu können.«

Diese kämpferische Haltung hatte Liga-Geschäftsführer Stefan Holz schon vor der Videokonferenz vorgelebt. Es gehe darum, »zu spielen, wenn es irgendwie geht«, sagte der 52-Jährige. Einfach werde das in der Corona-Krise keineswegs: »Natürlich sind wir keine Traumtänzer, wir können Szenarien bewerten.« An jenen Szenarien müssen sie nun arbeiten.

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