12. Mai 2020, 22:17 Uhr

Schwitzen für guten Zweck

12. Mai 2020, 22:17 Uhr
Freuen sich über das Ergebnis des Spendenlaufs und präsentieren die angeschafften Tablets (v. l.): Philipp Joester (Mitarbeiter des Elternvereins), Annalena Küchenthal, Frithjof Buhr (stellvertretender Vorsitzender Elternverein), Tom Stein, Corinna Altinkilic (Betreuerin Station Peiper/Mitarbeiterin Elternverein) und Elsbeth Seim (Vorstand Elternverein). FOTO: RAS

Eigentlich hatte Tom Stein für den Hamburg-Marathon am 19. April gemeldet. Die durch die Corona-Pandemie bedingte Absage konnte den erfahrenen Marathonläufer und dreifachen Ironman-Finisher nicht schocken. Da ihm auch der Ersatztermin im Herbst aus privaten Gründen absolut nicht passt, entschied sich der Grünberger dafür, die 42,195 km eine Woche später auf der Bahn um den Sportplatz am Wald zu laufen, Da sich der 33-Jährige ohnehin für die Station Peiper engagiert, kam ihm die Idee, das ganze als Spendenlauf für deren Elternverein zu nutzen. Auf der Station Peiper werden krebskranke Kinder versorgt.

Stein sprach zahlreiche Firmen an und fand zusätzliche finanzielle Unterstützung von privater Seite, um Geld für die Kinder zu sammeln, die ihre Station nicht verlassen können und derzeit besuchsmäßig zusätzlich eingeschränkt sind. Immerin dürfen selbst die Väter der Patienten nicht auf die Station. Insgesamt kamen durch den Lauf 9000 Euro zusammen. Davon wurden bereits Tablets angeschafft, um den Kontakt der Kinder zur Außenwelt zu erleichtern.

Feuerwehr unterstützt

Die große mentale Herausforderung bei den einsamen gut 105 zu absolvierenden Runden meisterte Tom Stein nicht zuletzt aufgrund der starken Unterstützung während des Laufes durch seine Lebensgefährtin Annalena. Sie war es, die seine Runden zählte, ihn verpflegte, den Lauf musikalisch umrahmte und ihren Freund durch selbst vorbereitete Schilder zusätzlich anspornte. Das Highlight setzte die Grünberger Feuerwehr, die mit dem Löschzug anrückte und den Kriminalbeamten, der zudem ausgebildeter Rettungssanitäter und aktiver Feuerwehrmann ist, auf den letzten beiden Runden tatkräftig unterstützte. Martinshorn und Blaulicht dürften noch mal letzte Kräfte freigesetzt haben. Auch Grünbergs Bürgermeister Frank Ide ließ es sich nicht nehmen, Tom Stein bei seinem nicht ganz alltäglichen Marathon lautstark anzufeuern. Auch der Hessische Rundfunk fand den einsamen Spendenlauf bemerkenswert und berichtete darüber. 3:24 Stunden benötigte Stein für die magische Distanz.

Im Internet unter dem Link www.paypal.com kann übrigens weiterhin gespendet werden. In vier Wochen kamen auf diese Weise noch mal 3490 Euro zusammen. Als Zielsumme werden im Netz 4000 Euro angegeben, die wohl bald erreicht werden.

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