25. April 2020, 07:00 Uhr

Basketball

Michael Koch spricht von einer Herkulesaufgabe

Montag entscheidet die Basketball-Bundesliga, ob die Saison fortgesetzt wird. Für Michael Koch, Manager der Gießen 46ers, »ist es vorrangig, den Weg zu gehen, der uns am wenigsten belastet«.
25. April 2020, 07:00 Uhr
In schwieriger Zeit positiv bleiben will Michael Koch. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Anfang März übernahm Michael Koch das Amt des Geschäftsführers und Sportdirektors bei den Gießen 46ers von seinem Vorgänger Heiko Schelberg. Wenige Tage später beendete die Corona-Krise dann auch den Basketball-Sport. Am Montag entscheidet die Liga darüber, wie es für die Basketball-Bundesliga weitergeht. Der ehemalige Spieler und heutige Verantwortliche der 46ers erklärt, welchen Standpunkt der Club vertritt.

Herr Koch, die BBL hat sich in ihren Entscheidungen bislang eng an der Fußball-Bundesliga orientiert. Dort scheint es auf eine Saisonweiterführung mit Geisterspielen hinauszulaufen. Eine Option für die 46ers?

Es ist richtig, dass sich die Liga bislang am Fußball orientiert hat, obwohl beide Sportarten weit auseinanderliegen. Dort läuft viel über die Fernseheinnahmen, bei uns eher über lokales Sponsoring und Ticketverkäufe. Der Handball hat die Saison vor kurzem abgebrochen. Wir und die Spieler haben keine Einnahmen. Da stellen sich auch Kompensationsfragen an die Liga. Für uns Clubs der BBL ist es vorrangig, den Weg zu gehen, der uns am wenigstens belastet.

Welchen Einfluss nehmen dabei die bisherigen Spielerabgänge?

Wenige Mannschaften würde genauso auflaufen wie vor der Coronakrise. Über WhatsApp stehe ich mit allen Spielern in Kontakt, zuletzt letzten Samstag. Alle sind gesund so weit, das ist positiv. Aber auch sie haben keine Trainingsmöglichkeiten und können nicht viel unternehmen. Die große Frage ist aber, ob die Reisebeschränkungen aufgehoben würden. Zudem bräuchte es zwei bis drei Wochen Vorlauf mit Training, bevor es weitergehen könnte. Wenn es die Möglichkeit gäbe, würden wir Spieler zurückholen und ihnen neu Verträge geben. Würde das nicht bei allen funktionieren, wäre der Kader mit Spielern wie Alen Pjanic, Bjarne Kraushaar, John Bryant, Brandon Thomas und den Doppellizenzspielern immer noch adäquat.

Die Funktion des Geschäftsführers ist für Sie neu. Schon in ihrer zweiten Woche rutschte der Sport in die größte Krise aller Zeiten. Wie geht man damit persönlich um?

Ein Spiel gegen die Skyliners Frankfurt durfte ich noch miterleben. Dann hat Corona zugeschlagen. Meine eigentliche Berufsbezeichnung ist die als Geschäftsführer und sportlicher Direktor. Den Direktor konnte ich gleich runterfallen lassen. Dinge wie die Mannschaftsplanung für die neue Saison liegen vorerst auf Eis. Jetzt bin ich Krisenmanager. Das ist eine Herkulesaufgabe, aber ich gehe positiv an die Sache ran. Wenn wir uns daraus freischwimmen, habe auch ich die Feuertaufe bestanden. Wir nehmen den Kampf an, wollen positiv bleiben und entsprechend in die Zukunft schauen.

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