17. September 2019, 11:30 Uhr

Handball

»Man kann auch mal ein oder zwei Bälle verwerfen«

Wetzlars Schweizer Nationalspieler Lenny Rubin über den Bundesliga-Start mit der HSG und seine eigene Situation.
17. September 2019, 11:30 Uhr
Dehnen, Kräftigen und Aufwärmen: Lenny Rubin hat in diesem Sommer weiter hart an sich gearbeitet. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Zusammen mit Stefan Cavor war Lenny Rubin am Sonntagnachmittag für den klaren 34:27-Sieg der HSG Wetzlar gegen die HSG Nordhorn-Lingen in der Handball-Bundesliga mitverantwortlich. 13 Mal ballerten die beiden Rückraumspieler die Kugel ins Netz. Rubin machte fünf Buden in knapp 30 Minuten Spielzeit, landete dabei zwei Mal unter den »Top 5« der härtesten Treffer. Für den 23-Jährigen war es das erste Spiel in dieser Saison, in dem er zu überzeugen wusste. Nach der Begegnung der Handball-Bundesliga haben wir mit dem Schweizer das Match, seine eigene Situation und die kommenden Wochen besprochen.

Wie wichtig war es für die Mannschaft, dieses Spiel zu Hause einzufahren?

Rubin: Das wichtigste sind die zwei Punkte. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, in der zweiten haben wir ein bisschen nachgelassen. Es ist nicht einfach, wenn du mit acht Toren Vorsprung in die Pause gehst, das konzentriert zu Ende zu spielen. Da bekommen wir zu viele Tore. Aber wir haben das hier ganz souverän gemacht, der erste Heimsieg. Und jetzt geht es Donnerstag auch schon wieder weiter.

Bei den ersten Aktionen wirkten Sie noch etwas unsicher, bis Sie dann im Verlauf des Spiels zugelegt haben.

Rubin: Das war bestimmt so. Mein Selbstvertrauen ist noch nicht da, wo es am Ende der letzten Saison war. Ich habe eigentlich eine ganz gute Vorbereitung gehabt, dann gab es bei mir in der Familie einen Todesfall und das hat mich zurückgeworfen. Dadurch habe ich auch einen Teil der Vorbereitung verpasst und es fiel mir schwer, in die Spur zu kommen. Das Spiel heute hat mir relativ gut getan, schade dass ich nicht noch ein bisschen besser spielen und Einsatzzeiten bekommen konnte.

In der zweiten Halbzeit haben Sie zusammen mit Stefan Cavor ein munteres Scheibenschießen veranstaltet. Hat Sie Trainer Kai Wandschneider dann in der Auszeit ein wenig zur Ordnung gerufen?

Rubin: Wir sind beide Shooter, wenn wir Chancen haben, müssen wir auch werfen, das ist unser Job. Es ist ganz normal, dass der Torhüter mal einen hat. Aber klar, wir haben da vielleicht ein paar Abschlüsse zu viel verworfen. Kai hat in der Auszeit gesagt, dass wir ein bisschen mehr spielen sollen. Ich finde, das gibt es, dass man als Rückraumspieler auch mal einen oder auch zwei Bälle verwirft.

Die Mannschaft hat gegen Nordhorn-Lingen auch viele spielerische Komponenten gezeigt, wie die Einläufer von Außen und das Freispielen vom Kreisläufer. War das ein Ziel?

Rubin: Wir haben uns natürlich gut auf die Abwehr von Nordhorn eingestellt. Wir wussten, dass sie eine flache 6:0 spielen, aber das sie auch in eine 5:1 oder offensive 6:0 übergehen können. Darauf haben wir uns vorbereitet und die Abläufe von Außen gespielt, das hat super geklappt.

Glauben Sie der Trainer ist sauer darüber, dass die Mannschaft die zweite Halbzeit verloren hat?

Rubin: Das ist schwer zu sagen. Aber ich denke ja. Schlussendlich haben wir das Spiel gewonnen. Die zweite Halbzeit war sicher nicht super, aber es war auch schwer, an die überragende erste Halbzeit anzuknüpfen. Die Hauptsache ist, wir haben die zwei Punkte.

Die zweite Halbzeit ist aber immer etwas durchwachsen .

Rubin: Wir haben in der zweiten Halbzeit immer ein kleines Loch, spielen fünf bis zehn Minuten schlecht. Vorne spielen wir dann planlos und hinten bekommen wir ein paar Tore zu viel. Das müssen wir noch verbessern, aber wir sind jung und haben noch viel Verbesserungspotential.

Jetzt folgen schwere Wochen...

Rubin: Ja, das stimmt. In Balingen auswärts wollen und müssen wir noch mal punkten. Danach wird es richtig schwer, aber wir haben zu Hause ein geiles Publikum. Ich glaube, wir können zu Hause alle schlagen. Das haben wir gegen Flensburg gezeigt.

Schlagworte in diesem Artikel

  • HSG D/M Wetzlar
  • HSG Wetzlar
  • Handball
  • Handball-Bundesliga
  • Kai Wandschneider
  • Rubine
  • Daniela Pieth
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.