17. September 2019, 07:30 Uhr

Turnen

Linden überzeugt trotz Niederlage

Zweitligaturner mit 26:38 zum Auftakt. Olympiasieger Fabian Hambüchen kommentiert vor 250 Zuschauern.
17. September 2019, 07:30 Uhr
Fabian Hambüchen zeigt auch als Kommentator olympiareife Qualitäten. (Foto: ras)

Das Turnteam Linden hat den ersten Wettkampf der neuen Zweitliga-Saison sportlich gesehen zwar verloren, dafür aber viele Sympathien gewonnen. Die rund 250 Zuschauer in der Stadthalle sahen nicht nur starke turnerische Übungen und einen kommentierenden Olympiasieger Fabian Hambüchen - das Turnteam punktete auch mit jeder Menge Lokalbezug.

So standen bei der 26:38-Niederlage nach Scorepunkten gegen die KTG Heidelberg am Samstag beim Sprung gleich drei heimische Akteure auf dem Parkett: Nico Horvath, Maximilian Kessler und Tim Pfeiffer. Letztgenannter Kapitän der Lindener resümierte: »Heidelberg war einfach besser und hat verdient gewonnen. Sie waren das erwartet dicke und harte Brett. Wir hatten heute kein passendes Werkzeug parat, um es durchzusägen.«

Auf der neuen Bodenfläche in der Lindener Stadthalle, die statt mehrere Holzschichten nun mit Sprungfedern ausgestattet ist, zeigte vor allem Matthew Boardman auf Seiten der Heidelberger aus welchem Holz die Gäste geschnitzt sind. Im Rahmen der taktischen Vorbereitung wurde ein Rückstand nach dem ersten Gerät zwar eingeplant, so groß allerdings sollte er sicher nicht sein. Mit 0:11 ging das erste Gerät verloren - betrachtet man die Niederlage im Gesamten, ging hier also schon der Wettkampf verloren.

Hambüchen, der zusammen mit Tom Pfeiffer kommentierend durch den Wettkampf führte, lobte dann den Durchgang am Pauschenpferd als »überragend«. Alle acht Übungen wurden sauber durchgeturnt - eine Seltenheit am Zittergerät. Nach zwei Durchgängen lag Linden mit 4:18 zurück - und startete dann eine Aufholjagd. An den Ringen und beim Sprung setzte sich das Turnteam gegen den Aufstiegsaspiranten aus Heidelberg durch.

Mit einem Kasamatsu überzeugte Eigengewächs Kessler. »Maxi hat im letzten Jahr eine tolle Entwicklung genommen. Ich freue mich für ihn, dass er am Boden und Sprung sein neues Programm im Wettkampf präsentiert und geschafft hat,« zeigte sich Trainer Christian Hambüchen zufrieden.

Durch Unsicherheiten der Gäste in den ersten beiden Übungen am Barren und vier weitere Scorepunkten für das Turnteam verkürzte sich der Rückstand auf sieben Scorepunkte. Heidelberg konnte sich an diesem Nachmittag aber auf den erst 19-jährigen Boardman verlassen, der im letzten Duell den Barren für sein Team gewann. Am Reck bekamen die 250 Zuschauer dann schwierige Flugelemente, schnelle Griffwechsel und spektakuläre Abgänge zu sehen. Auch das Reck ging knapp mit 6:5 an Heidelberg. Topscorer der Lindener war der Jordanier Adham Al Sqour mit zehn Punkten, ihm folgte Yumito Nishiura mit neun Scorepunkten für das Turnteam.

Martin Weber vom Vorstand des Fördervereins resümierte: »Ich bin stolz auf das Team. Es war die erste Standortbestimmung in der neuen Saison. Es geht jetzt darum, den Rhythmus aufzunehmen und weiter fokussiert an den Übungen zu arbeiten.« Am kommenden Samstag (16 Uhr) geht es für die Lindener dann zur TG Saar II, die am ersten Wettkampftag Fulda geschlagen hat. Der nächste Heimwettkampf steigt am 28. September (16 Uhr, Stadthalle) gegen jene Fuldaerer - spätestens dann soll der erste Saisonsieg eingefahren werden.

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