13. Oktober 2020, 22:21 Uhr

Im Kreis der Titelanwärter

13. Oktober 2020, 22:21 Uhr
HSG Pohlheim vor dem Start in die Handball-Oberliga-Saison 2020/21 (hintere Reihe, von links): Trainer Jens Dapper, Lukas Happel, Johannes Träger, Moritz Lambrecht, Torwarttrainer Henny Bukschat; zweite Reihe von oben (v. l.): Betreuer Volker Schneider, Lukas Drommershausen, Christoph Träger, Lukas Kammer, Physiotherapeutin Tatjana Bechtold; dritte Reihe von oben (v. l.): Maximilian Rühl, Florian Niclas, Tom Gilbert, Daniel Hirz, Stefan Lex; vorn (v. l.) Thimo Wagner, Lars Stübing, Jan Wüst, Jannik Schlegel, Denis Weisel, Niklas Happel. Es fehlen Co-Trainer Andreas Lex, Athletiktrainer Martin Melchior und Torhüter Pascal Neul. FOTO: HSG POHLHEIM

Wenn im kommenden Jahr die »neue« HSG Pohlheim ihr 20-jähriges Bestehen feiern und damit auf eine langjährige erfolgreiche Arbeit zurückblicken kann, dann spielt die erste Männermannschaft innerhalb der Fünfer-Spielgemeinschaft - Trägervereine sind der SV Garbenteich, der TV Grüningen, der TV Hausen, der TV Holzheim und der TV W.-Steinberg, die größtenteils eine Handball-Tradition in Mittelhessen verkörpern - eine herausragende Rolle. In der Oberliga ist das Pohlheimer Team nicht nur fest etabliert, sondern hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Spitzenmannschaft gemausert, in der vorletzten Saison allerdings mit einem leichten Ausschlag nach unten. Seit 2017 steht Jens Dapper als Trainer in der sportlichen Verantwortung. Man setzt in Holzheim und Umgebung also auf Kontinuität, und das zahlt sich aus.

Kommen/Gehen: »Stefan Lex und Moritz Lamprecht haben bereits in der Vorbereitung gezeigt, wie wichtig beide für das Team sein werden«, freut sich Dapper über diese beiden Zugänge. »Beide sind nicht nur auf dem Feld, aufgrund ihrer langjährigen Bundesligaerfahrungen, erhebliche Verstärkungen für Abwehr und Angriff. Mit ihrer großen Teamorientierung wirken sie auch extrem positiv auf das Mannschaftsgefüge. Jeder weiß, was beide können, und jeder bekommt mit, wie sehr sie sich bemühen, dass alle an einem Strang ziehen. Einfach super.« Ein großes Kompliment vom Trainer, der sich auch darüber freut, dass »wir mit Chris(toph Träger) und Tom (Gilbert) zudem zwei sehr talentierte Spieler aus der A-Jugend der HSG Wetzlar an uns binden« konnten. »Beide haben die Vorbereitungszeit zur Weiterentwicklung genutzt. Die zwei werden ihren Weg machen. Wenn nicht in den ersten Saisonspielen, dann aber im Laufe der langen Runde. Mit Pascal Neul hat sich ein weiterer Nachwuchsspieler aus Wetzlar der HSG Pohlheim angeschlossen; er wird das Torhüterteam komplettieren.

»Jeder Abgang ist für sich allein gesehen immer ein Verlust für die HSG, sowohl sportlich, wie auch menschlich«, stellt Dapper zu den Spielern fest, die den Verein bzw. die Oberliga-Mannschaft verlassen haben. »Deshalb sind wir ja auch froh, dass Lukas Kammer und Jan Linck der HSG erhalten bleiben.« Im Großen und Ganzen ist der HSG-Coach mit der personellen Entwicklung aber nicht unzufrieden: »Mit Blick auf die Vorbereitungsergebnisse konnten wir die Abgänge sportlich kompensieren.«

Stärken/Schwächen: Unter Hinweis auf die vergangene Saison fasst Jens Dapper die Stärken seiner Mannschaft wie folgt zusammen: »Die 6:0-Abwehr hat sich mit einem körperlich starken Innenblock, zwei starken Torhütern und einem sehenswerten Tempospiel bereits im letzten Jahr als Garant für den zweiten Tabellenplatz erwiesen. Das sollte auch dieses Jahr nicht schlechter werden.« Zu den Schwächen wollte sich der Trainer erst nach der Hinrunde äußern, nach einer eingehenden Analyse.

Trainer/Umfeld: Der 54-jährige Jens Dapper trainiert die HSG Pohlheim in der vierten Saison. »Ein sehr gut und unaufgeregt geführter Verein«, bewertet der B-Lizenz-Inhaber, »der in der mittelhessischen Region einen durchaus bedeutungsvollen Platz in der Riege der ambitionierten Vereine einnimmt. Da macht es Spaß, in einem solchen Umfeld Trainer zu sein.« Dann gewährt Dapper einen kleinen Einblick in die Arbeit des Trainerteams: »Mit Co-Trainer Andi Lex stimme ich mich sehr eng in allen Fragen der Trainingssteuerung und im Spielbetrieb ab, eine bessere Zusammenarbeit kann ich mir nicht vorstellen - und habe ich so auch noch nicht erlebt. Dass uns mit Martin Melchior (Athletiktrainer mit Bundesligaerfahrung) und Henny Bukschat (Torwarttrainer) weitere exponierte Trainer unterstützen, ist nachvollziehbar genial.«

Prognose: Jens Dapper hält sich mit seiner Einschätzung zurück: »Verletzungen und in diesem Jahr auch coronabedingte Einflüsse werden Prognosen wie immer schwer machen.« Allerdings weiß er auch, dass »die Oberliga Hessen eine sehr starke 4. Liga innerhalb Deutschlands ist. Von daher ist alles möglich, und Überraschungen zu Teamplatzierungen sind sicher.«

Dennoch nimmt er eine vorsichtige Zielsetzung vor: »Wenn ich mit Blick auf unseren Kader sagen würde, unser Ziel wäre, den Abstieg zu vermeiden, wäre das aber trotz aller Unwägbarkeiten eher unsinnig.« Nicht nur aus den Äußerungen des Trainers könnte abgeleitet werden, dass diejenigen, die die HSG Pohlheim dem Kreis der Titelanwärter zuordnen, so falsch nicht liegen.

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