18. November 2019, 21:01 Uhr

Meisterhaftes auf den Tasten

18. November 2019, 21:01 Uhr
Mit Bravour haben die ganz jungen Flügelschwestern und Tastenritter ihre Stücke gemeistert und dabei gezeigt, wie man kleine Hänger wegsteckt, ohne den Mut zu verlieren. (Foto: hms)

Ob Bach, Ibert, Beethoven oder Chopin, ob 17. oder 20. Jahrhundert: Das Klavierrepertoire für die jüngsten, die erfahreneren und virtuosen Musikschülerinnen und -schüler ist groß. So, wie die Spanne ihrer Lernfortschritte und die Entwicklung ihrer musikalischen Empfindungen. Beim Herbstkonzert konnten sie, erstmals im historischen Ambiente des früheren Hörsaals, vor Publikum ihr Können zeigen.

Mit fünf bis sechs Jahren fangen die meisten Kinder mit dem Klavierspiel an. Die Jüngste war sieben. Die Ältesten haben mit 17 Jahren bereits etliche Wettbewerbe bei »Jugend musiziert« absolviert. Ist es zunächst wichtig, sich auf Noten, Fingersatz und notierte Dynamik zu konzentrieren, so kommen schon bei manchen Neunjährigen Ausdruck und Tempo hinzu. Mit Bravour meisterten die ganz jungen Flügelschwestern und Tastenritter ihre Stücke, selbst wenn sie kaum mit den Fußspitzen das Pedal erreichten. Vor allem zeigten sie, wie man kleine Hänger wegsteckt ohne den Mut zu verlieren, denn die Aufregung beim Vorspiel ist groß. Der ehrliche Applaus des Publikums begleitete sie. Unter Anleitung der Klavierlehrerinnen Julija Winnikova, Raffaele Mani und Dorothea Hacker sowie Fachbereichsleiter Benjamin Schütze wagten sich die fortgeschrittenen Zehn- bis Zwölfjährigen an Anspruchsvolles: Ob ein arhythmisches Presto, das ›Lied ohne Worte‹ von Mendelssohn oder das Rondo C-Dur von Beethoven, das Publikum war überrascht, wie viel musikalische Energie gepaart mit Fleiß in diesen jungen Menschen steckt.

Ein weiter Weg

In der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen treffen sich naturgemäß die Tastenvirtuosen. Sie setzen sich intensiv mit dem Werk auseinander, überzeugen mit hervorragender Fingertechnik und Präzision aber auch mit interpretatorischer Ausdruckskraft. Hier werden die echten Talente erkennbar wie die Brüder Marius (14) und Leon (16) Siegenthaler. Marius erntete mit der opulenten Ballade g-Moll von Chopin begeisterte Bravorufe und musste, wie Bundespreisträger Leon nach seiner bravourösen Beethoven-Sonate Es-Dur, zweimal auf die Bühne. Auch Kristina Neubauer (16) bekam begeisterten Applaus für das Rondo Capriccioso von Mendelssohn, der ebenfalls erst 16 Jahre war, als er es komponierte. Und doch, der Weg zur musikalischen Reife, die ein Bach, Händel oder Beethoven erfordert, ist weit. Nahezu alle werden im Frühjahr bei »Jugend musiziert« teilnehmen und weitere Erfahrungen sammeln. Die Mitwirkenden: Anna und Lucia Herrmann, Lorena Dukic, Greta Bauer, Tim Thou, Amalia und Alexander Capitain, Emily Baal, Paula Leinung, Ida Wulf, Beendikt und Maximilian Grün, Felix, Marius und Leon Siegenthaler, Alina Korolenko, Alina Kosch, Isabelle Gentzen, Jan Zielinski, Kristina Neubauer.

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