16. Oktober 2018, 20:36 Uhr

Toma: Datenschutz erleichtern

16. Oktober 2018, 20:36 Uhr
Wie kommt der Mittelstand an Fördermittel, darüber haben Politiker und Unternehmer diskutiert. (Foto: pv)

Die Wetterauer Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) und der Gewerbeverein Karben haben kürzlich über Digitalisierung und Unternehmensführung diskutiert. Das Podium im Berufsbildungswerk bildeten Gottfried Milde (WI-Bank), Tobias Utter (CDU), Clemens Christmann (Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände), Mike Barowski (Gewerbeverein Karben) und Raif Toma (Vorsitzender der MIT-Wetterau).

Bürokratische Hürden für Förderprogramme dürften nicht zu hoch sein, forderte Toma. Die Innovations- und Forschungsförderung bleibe ein wichtiger Treibstoff für den Mittelstand.

»Im Mittelpunkt der Förderung des Mittelstands durch die WI-Bank steht immer die jeweilige Hausbank«, erklärte Gottfried Milde. »Kleine und mittlere Betriebe können wir dann gemeinsam bei Gründung oder Wachstum bedarfsgerecht mit günstigen Zinsen, Bürgschaften oder Beteiligungskapital unterstützen und für viele Maßnahmen stehen auch Zuschüsse zur Verfügung.« Förderberater würden vorab bei Bankgesprächen helfen. Es gebe Förderprogramme, die speziell auf den Mittelstand zugeschnitten seien.

»Wir wollen, dass digitaler Fortschritt und Innovation im Dienst der Menschen stehen«, sagte Utter. Ziel sei eine flächendeckende Internetversorgung mit 1 Gigabit bis 2025. »Die Digitalisierung macht viele Arbeitnehmer unabhängiger vom Arbeitsplatz und von festen Arbeitszeiten«, sagt Utter.

Christmann lobte die Angebote der WIBank. Es sei wichtig, dass die Förderbank nur dort tätig werde, wo es wegen fehlender Marktangebote eine Rechtfertigung für ein staatliches Handeln gebe, etwa zur Stimulierung von Innovationen und Wettbewerb. »Der Staat soll Regelsetzer und Schiedsrichter sein und nicht Mitspieler«, sagte Christmann.

Toma forderte Änderungen bei der Datenschutzgrundverordnung. »Ein Datenschutzbeauftragter soll erst für Unternehmen ab 50 Mitarbeitern verpflichtend sein.« Es müsse Erleichterungen für kleine Betriebe, Freiberufler und Vereine mit hauptsächlich ehrenamtlich Engagierten geben«, wünscht sich Toma.

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