10. Juli 2019, 20:38 Uhr

Planen, gestalten, ausstellen

Kunst kann entspannend sein. Kunst schafft etwas. Genau das ist das Ziel des Ferienangebots der Karbener Künstler-Initiative und dem Jukuz. 16 junge Künstler malen, basteln und töpfern angeleitet von drei Künstlerinnen auf der Wiese am Jukuz. Der Clou: Die Werke werden während der 4. Karbener Künstlertage präsentiert.
10. Juli 2019, 20:38 Uhr
Kunst an neuen Ufern heißt das Ferienangebot plus Ausstellung von Karbener Künstlerinitative und Jukuz. Elf Kinder haben gemeinsam mit Franziska Fischer und Kursleiterin Elke Lange-Helfrich das Herzstück ihres dreigängigen Labyrinths gestaltet. (Fotos: cf)

Ich male am liebsten alles, was mit dem Weltraum zu tun hat und Nick malt gern große Flächen«, berichtet der Klein-Kärber Tobias. Der Achtjährige und sein Freund malen konzentriert an ihrer Fantasie-Flagge. Auf ihr ist ein Space-Shuttle auf dem Flug zum Mond zu sehen. Die beiden Pestalozzischüler freuen sich darüber, dass sie mit Acrylfarben malen können. »Zu Hause malen wir meistens mit Buntstiften, kaum mit Wasserfarben.«

Das Duo gehört zu den 16 Kindern, die an einem der beiden Workshops mit Künstlern aus den Reihen der Karbener Künstler-Initiative (KKI) in den Sommerferien teilnehmen. Beim Angebot »Kunst an neuen Ufern« handelt es sich um eine Kooperation von Jugend- und Kulturzentrum (Jukuz) Karben und der KKI.

Tipps und Tricks

Geplant waren fünf Workshops in der ersten Sommerferienwoche. Aus Mangel an Anmeldungen kamen drei nicht zustande, einer ist auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, berichtet Angelika Möller vom Jukuz. Die Freunde Tobias und Nick haben großen Spaß am Bemalen der großen Stoffbahnen mit fantasievollen Motiven. Vor allem auch, weil die beiden KKI-Künstlerinnen Christel Jäckel und Kirsten Jungclaus ihnen viele Tipps zum Umsetzen ihrer Ideen gegeben haben. »Was soll die Farbe ausdrücken?« oder »Welches Motiv passt am besten zu eurer Idee?«, fragten die Künstlerinnen. Sie zeigen ihnen, wie sie Farben mischen und Strukturen auf ihre Fahnen bekommen. Sie raten zu verlaufenden Farben oder dazu, den Pinsel in einer bestimmten Weise auf dem Stoff zu führen.

Zu den Motiven auf den Fahnen gehörten eine durchs Weltall fliegende Maus, eine im Meer versinkende Sonne, eine Riesenkrake, Schmetterlinge und Sterne auf einem Ritterschild oder Herzen auf einer Spielkarte. Fahnenkunst ist nur ein Bestandteil des Projektes, für das sich fünf Kinder entschieden haben.

Im anderen Kurs bastelten Kinder aus Pappröhren große, singende Windspiele, die sie fantasievoll bemalten. Zur Gruppe gehörten Maya, Jana und Tessa. Die zehnjährigen Okärberinnen sagten. »Wir haben hier viel über Farben und Malen gelernt, gute Tipps bekommen, und großen Spaß beim Basteln gehabt.« Mit wetterfesten Acrylfarben, die dann mit einer Lackschicht versiegelt werden, sind die Windspiele für den Garten geeignet. Im Inneren der Röhren befinden sich Glöckchen und Muscheln, damit sie zu höresind, wenn sie in den Bäumen hängen.

»Mir hat dieser Kurs sehr gut gefallen. Wir haben gebastelt und gemalt, waren im Freien und konnten unseren Gedanken freien Lauf lassen«, schwärmt Maya. Sie hat immer wieder beim Malen und Basteln leise gesummt oder gesungen wie die beiden Künstlerinnen verrieten. Das Duo lobt: »Die Kinder unserer Gruppe sind klasse. Sie sind interessiert, haben viele Ideen entwickelt und drei Stunden am Stück konzentriert gearbeitet.«

Zudem sind alle fünf Kinder miteinander befreundet. Bei KKI-Künstlerin Elke Lange-Helfrich fertigten elf Kinder Kunstwerke aus drei verschiedenfarbigen Tonarten an. 42 dieser Steine zieren einen Keramikherzkreis in einem großen dreigängigen Steinlabyrinth. »Das große Labyrinth, das rechtzeitig vor den Kunsttagen am Niddaufer entstehen wird, hat noch kein Zentrum oder Herz. Und genau das sollt ihr aus Ton schaffen«, erklärt Elke Lange-Helfrich . Jedes Kind gestaltet eine Kachel aus Ton, die es verziert. Die gebrannten Kunstwerke werden in einem Kreis, dessen Herz eine Sonne bildet, angeordnet.

Umgeben ist sie von einem Mond und Sternen, um die wiederum die »Erde« in Form von Bäumen und Tieren einen dritten Kreis bildet. Umschlossen ist das Ganze von einem Außenkreis, den Schmuckelemente bilden. Durch die Muster und Gravuren auf den Steinen sind kleine Reliefsformen und -linien entstanden, die ertastet werden können.

Stolz sind die Kinder, dass ihr Keramikherzkreis erst bei den 4. Karbener Kunsttagen und später vielleicht einmal im Bürgerzentrum ausgestellt werden soll. Die Materialkosten für die beiden Workshops steuerte die KKI aus einer Mainova-Spende bei.

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