07. April 2020, 21:52 Uhr

»Mit ihm konnte man keinen Streit bekommen«

07. April 2020, 21:52 Uhr
Blumen und Grablichter im Gedenken an den getöteten 47-Jährigen. FOTO: JOL

»Da sind zwei Familien zerstört worden«, meint eine Anwohnerin traurig. Nach der tödlichen Gewalttat vom Samstag in der Kleingartenkolonie Beerenwiese in Alsfeld herrscht im angrenzenden Baugebiet immer noch Trauer und Fassungslosigkeit unter den Menschen vor.

Am Zaun der Parzelle, auf der L., ein 47-jähriger Familienvater, am Samstagmittag getötet wurde, stehen Grablichter und Blumen, die Bekannte dort abgelegt haben. M. hat in der Nachbarschaft gewohnt und seit etwa 15 Jahren die Kleingartenparzelle bewirtschaftet. Unter Nachbarn galt er als freundlich und zuvorkommend.

Ein Bekannter, der L. noch aus aktiven Fußballerzeiten kennt, meinte, »mit dem konnte man keinen Streit bekommen«. L. sei ein freundlicher Mensch gewesen, »er war ein lustiger Kerl«, der früher in Polen und später in Alsfeld Fußball gespielt hat. Der 37-jährige B. hat laut Staatsanwaltschaft gestanden, den Kleingarten-Nachbarn mit einem Hammer erschlagen zu haben. Er hat seine Parzelle seit etwa drei Jahren betreut, wie eine Nachbarin sagt. Er hat die algerische Staatsangehörigkeit.

Von der Tat selbst haben Anwohner wenig mitbekommen. Ein Nachbar wurde erst aufmerksam, als Rettungswagen und Polizei vorfuhren. Ein anderer berichtet, er habe »Geschrei« gehört, sich aber wegen der Wochenend-Bauarbeiten zunächst keine weiteren Gedanken gemacht.

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