30. Dezember 2019, 22:03 Uhr

Innere und Kardiologie werden ausgebaut

30. Dezember 2019, 22:03 Uhr

Gute Nachrichten für Herzpatienten im Vogelsbergkreis. Mit der Aufstockung des Ärzteteams durch den Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie Dr. Christian Schultze wird die Behandlung von Patienten mit Herzerkrankungen am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach weiter ausgebaut.

»Wir tragen uns schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, unsere Kernzeiten aufzustocken und die Kapazitäten hier am Krankenhaus für die Notfall- und Akutversorgung zu erweitern. Da kam uns die Initiativbewerbung von Dr. Schultze, einem ausgemachten Experten auf dem Gebiet der Notfallmedizin und interventionellen Kardiologie wie gerufen«, erklärt Chefarzt Tobias Plücker.

Mit Schultze verstärke ein renommierter Facharzt für Herz- und Gefäßkrankheiten das Team am Krankenhaus. Der gebürtige Frankfurter wirkte an der Kreisklinik Langen, der Klinik für Herz- und Gefäßkrankheiten der KVB in Königstein/Taunus und dem Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg an der Fulda, wo er 2008 eine Oberarztstelle übernahm und zuletzt zusätzlich als Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Hersfeld-Rotenburg tätig war. Im Verlauf seiner Karriere erwarb der Mediziner weitere Qualifikationen in den kardiologischen Spezialfachbereichen Notfallmedizin und interventionelle Kardiologie nach DGK.

Notfallversorgung erweitern

»Die Möglichkeiten hier am Krankenhaus sind sehr gut. Dank des medizinischen Spektrums einschließlich des Herzkatheterlabors und Schrittmachertherapien können wir einen Großteil kardialer Erkrankungen behandeln und müssen uns nicht verstecken. Die Qualität der angebotenen Therapien ist hervorragend, auch wenn wir kein spezialisiertes Herzzentrum sind«, beschreibt Dr. Christian Schultze seine Eindrücke aus den ersten Wochen seiner Tätigkeit am Lauterbacher Krankenhaus. Durch Kooperation mit dem Klinikum Fulda und Zentren wie dem Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg an der Fulda sei die Versorgung für Patienten im Vogelsbergkreis schon auf einem hohen Niveau, so der Kardiologe. Neben der Bandbreite der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten will das Krankenhaus verstärkt die invasive Kardiologie, die Versorgung von Notfallpatienten und die damit verbundenen Überwachungskapazitäten erweitern. So gibt es bereits eine Konzeption, die verlängerte Kernzeiten sowie Wochenend- und Nachtversorgung vorsieht.

»Derzeit werden Patienten außerhalb unserer Behandlungszeiten nach Fulda verlegt. Die Leitstellen wissen immer, welches Krankenhaus wann zur Verfügung steht«, erklärt Plücker. Mit dem Aufbau von Hintergrundpersonal, zu denen neben dem Ärzteteam die Fachkräfte im Katheterlabor, in der Pflege und medizinische Fachangestellte gehören, soll die Ausdehnung für Notfall- und Akutversorgung vorbereitet und so die Versorgung weiter verbessert werden. Die Planungen laufen bereits.

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