31. Dezember 2019, 16:05 Uhr

Feuerwehr

Alsfelder Waschbär-Rettungsaktion macht Schule

Es war eine Aufsehen erregende Aktion, als die Alsfelder Feuerwehr einen vorwitzigen Vierbeiner rettete, der in den Motorraum eines Autos geklettert war. Jetzt macht der Waschbär Schule.
31. Dezember 2019, 16:05 Uhr
Feuerwehrmann Sascha Wagner mit dem geretteten Waschbär. Die Aktion hat nun Eingang in ein Schulbuch für den Deutschunterricht gefunden. FOTOS: PWR

Vor wenigen Tagen kam das Schulbuch auf den Markt, dass eine Arbeitsaufgabe mit den Alsfelder Brandschützern enthält. Das 264-seitige Deutschbuch für Sechstklässler ist mit dem Titel »wortstark« im Westermann Verlag erschienen.

Auf Seite 88 findet sich darin ein Foto vom Alsfelder Feuerwehrmann Sascha Wagner, der einen Waschbären bei einem Unfall rettet. Die Aufnahme entstand bei einem Feuerwehreinsatz auf der Bundesstraße 254 nahe Eudorf im Jahr 2017. Mit dem illustrierenden Foto sowie dem Video aus einem Medienpool sollen die Schüler das Berichten mit Hilfe von Stichpunkten erlernen. Die Aufgabe ist für Schüler von Grund-, Haupt-, Real- und Oberschulen in Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein gedacht.

»Ich finde es einfach cool«, kommentierte Feuerwehrmann Sascha Wagner den Abdruck im Schulbuch. Ihm ist es wichtig, dass die Feuerwehr im Schulunterricht thematisiert wird. Dass er durch einen Feuerwehreinsatz einmal in ein Schulbuch gelangt, hätte er nicht gedacht. »Meine Kameraden und ich sind auch bei diesem Einsatz lediglich zur Hilfe geeilt«, so Wagner. Den Medienrummel im Nachgang und die jetzige Publikation in einem Schulbuch sieht er aber als Würdigung für das Ehrenamt in einer Feuerwehr. Für Kinder und Jugendliche hat er einen Tipp: »Mitmachen in einer Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr macht Spaß und hilft vielleicht künftig bei der Bearbeitung von Deutschaufgaben«.

Rückblick: Die Feuerwehr der Stadt Alsfeld wurde im Juni 2017 wegen eines Waschbären alarmiert. Das Tier versteckte sich nach einem Wildunfall auf der Bundesstraße 254 zwischen Alsfeld und Eudorf in der Karosserie eines Autos. Sichtlich unverletzt lieferte sich der Kleinbär ein Versteckspiel mit den Feuerwehrleuten und den Insassen des Autos. Zeitweise ragte der Kopf aus der Motorhaube, dann der Schwanz aus dem Radkasten oder die Vorderpfoten aus der Unterbodenverkleidung. Lockversuche mit einem Schokoriegel scheiterten, schließlich bockten die Einsatzkräfte das Fahrzeug auf und erwischten den Waschbären in einem günstigen Augenblick.

In der Folge wurde das Tier unversehrt wieder im angrenzenden Wald ausgesetzt. Neben den angerückten Feuerwehrleuten aus Alsfeld und Eudorf war eine Streife der Polizei im Einsatz.

Hielt der Kleinbär also damals die Feuerwehrleute auf Trab, so soll er jetzt das Denkvermögen der Sechstklässler beflügeln. Sie sollen sich das Video anschauen und darüber sprechen, was passiert ist. Anschließend dürfen die Schüler übrigens »Kinderreporter« spielen, denn sie sollen für die Schülerzeitung über den Vorfall berichten. Dabei lernen sie die fünf »W« kennen, die wer, was, wann, wo, warum geschehen ist.

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