22. November 2013, 21:28 Uhr

Zwei neue Sonderforschungsbereiche für Gießen/Marburg

Gießen/Marburg (si). Ein Jahr nach der Gründung einer Forschungsallianz der Universitäten Gießen und Marburg hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft für die beiden Standorte zwei Sonderforschungsbereiche (SFB) bewilligt.
22. November 2013, 21:28 Uhr

Wie die Justus-Liebig-Universität und die Philipps-Universität am Freitag mitteilten, stellt ihnen die DFG insgesamt rund 18 Millionen Euro zur Verfügung.

Einerseits soll untersucht werden, wie sich Vorstellungen von Sicherheit im Verlauf der Geschichte verändert haben. Dies geschieht im transnationalen Sonderforschungsbereich »Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive«. Er allein erhält in den kommenden vier Jahren voraussichtlich knapp zehn Millionen Euro. Sprecher ist der Marburger Historiker Prof. Christoph Kampmann, Co-Sprecher und Koordinator auf Gießener Seite der Historiker Prof. Horst Carl. Insgesamt wirken 19 Teilprojekte aus den Fächern Geschichte, Politikwissenschaft, Völkerrecht, Kunstgeschichte und Soziologie zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Nachwuchsförderungen. Dazu wird ein Graduiertenkolleg integriert.

Der zweite SFB/TRR nimmt interdisziplinär Mechanismen des Gehirns unter die Lupe, die bei Wahrnehmungsprozessen ablaufen. »Kardinale Mechanismen der Wahrnehmung« lautet die offizielle Bezeichnung, Sprecher ist der Gießener Psychologe Prof. Karl Gegenfurtner. Nach Hochschulangaben handelt es sich deutschlandweit erst um den zweiten Sonderforschungsbereich unter Federführung der Psychologie. Auch hier sind Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beteiligt.

Der Doppelerfolg zeige, »dass unsere beiden forschungsstarken Universitäten gemeinsam ihr Exzellenzpotenzial noch besser zur Geltung bringen können«, sagte der Gießener Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee. Mit der Allianz »werden wir eine Erfolgsgeschichte der Spitzenforschung in Mittelhessen schreiben können«.

Die beiden Universitäten hatten im November letzten Jahres ihre Allianz ins Leben gerufen und damit offiziell erklärt, dass sie in verschiedenen Bereichen enger zusammenarbeiten wollen. Dadurch wollen sie vor allem auch Drittmittel für große Projekte einwerben.

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