23. Mai 2019, 22:21 Uhr

Welt verbessern in 72 Stunden

23. Mai 2019, 22:21 Uhr
Vom Stadtkirchenturm werfen die Organisatoren grüne Luftballons herab, an denen Briefumschläge mit den gemeinnützigen Aufgaben befestigt sind. (Foto: Schepp)

Grüne Luftballons schwebten bei fetziger Musik vom Himmel herab; sie wurden sanft aufgefangen von jungen Menschen, die sich auf dem Kirchenplatz zuvor zur Zahl 72 aufgestellt hatten: So startete am Donnerstag die bundesweit größte Sozialaktion »72 Stunden« auch am Standort Gießen. Unter dem Motto »Uns schickt der Himmel« werden rund 200 katholische Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in den nächsten drei Tagen (72 Stunden) tatkräftig in gemeinnützigen Einrichtungen wie Kitas oder Altenheimen anpacken, dort Aufgaben und Arbeiten erledigen und dadurch aus christlichem Verständnis und aus Überzeugung heraus die Welt ein bisschen besser machen.

Die zehn Projekte in Stadt und Kreis Gießen, an denen sie mitwirken werden, erfuhren die Freiwilligen um 17.07 Uhr gewissermaßen aus heiterem Himmel, denn die Aufgaben steckten in den Briefumschlägen, die an den grünen Luftballons befestigt waren, die bei strahlendem Sonnenschein vom Stadtkirchenturm hinabgeworfen wurden. »Wir werden da anpacken, wo vielleicht sonst niemand hingeht«, sagte Barbara Greb von der Katholischen Jugendzentrale Gießen, die in der Universitätsstadt für die 72-Stunden-Aktion des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) verantwortlich ist. In Gießen profitieren nun die Kita Kinderland in Kleinlinden (Katzenbach), eine Caritas-Wohngruppe in der Liebigstraße, der Waldkindergarten am Schiffenberg und die Kita Bernhard Itzel im Mildred-Harnack-Weg von der Aktion.

In den genannten Einrichtungen werden die Jugendlichen zum Beispiel Gärten neu gestalten, Spielwände bauen, Feuerstellen anlegen, oder ein Wochenende mit den Bewohnern einer Wohngruppe gestalten. Im Kreis Gießen freuen sich sechs weitere Organisationen über willkommene Hilfe. Bis zum Sonntag stellen sich die Teilnehmer der Herausforderung, in drei Tagen eine gemeinnützige soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Aufgabe zu lösen. Damit setzen sie ein deutliches Zeichen der Solidarität.

»Man fühlt sich selbst besser, wenn man anderen hilft«, sagte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich als Schirmherrin der Aktion. Ins gleiche Horn stieß die zweite Schirmherrin, Landrätin Anita Schneider: »Helfen macht Spaß! Ihr setzt ein Zeichen für eine starke Zivilgesellschaft.« Pfarrer Hans-Joachim Wahl von der Pfarrei St. Bonifatius erteilte der Aktion seinen Segen, bevor die Jugendlichen auseinandergingen und sich hoch motiviert an die Arbeit machten.

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