23. Juni 2021, 21:26 Uhr

Waffen in Wohnung gefunden

23. Juni 2021, 21:26 Uhr
Nach dem Polizeieinsatz war gestern auch die Spurensicherung vor Ort. FOTO: DPA

- Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln nach dem Tod eines 41 Jahre alten Mannes nach Polizeischüssen am Dienstag in Frankfurt. Das Ergebnis der Obduktion des 41-Jährigen liege noch nicht vor, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Daher sei noch nicht klar, ob - wie vermutet - die Schüsse durch die Polizei den Tod des Mannes verursacht hatten oder eine andere Todesursache vorliege.

Allein in der Wohnung

Es lägen noch keine Äußerungen der betroffenen Polizisten vor, sagte die Sprecherin. Wie in solchen Fällen üblich, hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Zu der bewaffneten Konfrontation war es gekommen, nachdem ein Nachbar die Polizei wegen Geschrei aus der Wohnung des 41-Jährigen gerufen hatte. Als die Beamten dort eintrafen, sei ihnen der mit einer schusssicheren Weste bekleidete Mann bewaffnet entgegengekommen, hieß es. Er soll nach den derzeit vorliegenden Informationen die Polizisten sofort angegriffen haben. Ein Polizist sei die Treppe heruntergestoßen worden und dabei verletzt worden. Anschließend sei es zu der Schussabgabe gekommen.

Das Kasseler Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde angefordert und verschaffte sich Zugang zu der Wohnung, in der die Beamten den 41-jährigen leblos auffanden. In der Wohnung wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Messer und Waffen gefunden. Der 41-Jährige sei in der Wohnung allein gewesen. Möglicherweise habe der als psychisch auffällig bekannte Mann selbst die Schreie abgegeben, die letztlich Auslöser des Polizeieinsatzes waren.

Unklar ist unter anderem noch, ob der 41-Jährige von vornherein mit einem Messer und einer Schusswaffe bewaffnet war oder erst während der Auseinandersetzung mit der Polizei an eine Schusswaffe gelangte. Der Mann habe sich in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft erneuerte ihre Kritik an der Auflösung des Frankfurter SEKs nach dem Bekanntwerden mehrerer Chat-Gruppen mit rechtsextremen Inhalten. Bei dem Einsatz am Dienstag habe das behelfsmäßig in Frankfurt untergebrachte SEK Kassel die Lage bereinigen können, sagte ein Sprecher des Landesverbands der Gewerkschaft. »Das ist damit noch mal gut gegangen.« Eine Verlagerung der SEK-Beamten, gegen die keine Ermittlungen laufen, in die Bereitschaftspolizei schwäche aber die Sicherheitsstruktur. dpa

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