03. März 2021, 21:02 Uhr

Schnelle Termine für Jüngere

03. März 2021, 21:02 Uhr
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Von DPA
Impfstoffe von Astrazeneca stehen in den Impfzentren für jüngere Berechtigte der zweiten Priorisierungsgruppe bereit. FOTO: DPA

Wiesbaden - Hessens Landesregierung hat alle Corona-Impfberechtigten der zweiten Priorisierungsgruppe im Alter zwischen 18 bis 64 Jahren aufgerufen, sich für einen Termin registrieren zu lassen. Für diese Altersgruppe gebe es aktuell sehr schnell freie Impftermine, da das Präparat von Astrazeneca eingesetzt werden könne, erläuterte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden am Mittwoch. Zu der zweiten Priorisierungsgruppe gehören überwiegend die über 70-Jährigen, für die der Astrazeneca-Impfstoff nicht infrage kommt.

Allerdings dürfen sich unter anderem auch Menschen impfen lassen, die bestimmte Vorerkrankungen haben. Dazu zählen etwa Trisomie 21, Demenz, Krebs, einige Lungenerkrankungen, Diabetes mellitus, Leberzirrhose, chronische Nierenerkrankung oder Adipositas (Menschen mit Body-Mass-Index über 40). Auch bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder von einer Schwangeren können auf einen baldigen Termin für die Impfung hoffen.

An die 28 hessischen Impfzentren wurden mittlerweile 112 800 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert. Eine weitere Lieferung von 50 400 Dosen dieses Impfstoffs werde im Laufe der Woche ebenso an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt, erklärte der Sprecher. Mit Stand vom 2. März kamen in Hessen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bislang 26 875 Dosen von Astrazeneca zum Einsatz.

Rund 12 000 Ärzte sowie medizinisches Personal haben nach Angaben des Ministeriums zuletzt das Vakzin von diesem Hersteller in den Impfzentren bekommen. Weitere »Praxistage« folgten am kommenden Wochenende. Zudem werde das Personal in den Grund- und Förderschulen, in der Kindertagesbetreuung sowie der Polizei bei weiteren Sammelterminen Impfungen mit Astrazeneca erhalten.

In Hessen war das Registrierungsverfahren für Menschen der zweiten Priorisierungsgruppe vor rund einer Woche gestartet worden. Rund 1,5 Millionen Menschen gehören zu dieser Gruppe. Die Termine für die über 70-Jährigen werden nach Angaben des Ministeriums nach Alter vergeben - die Ältesten zuerst. Diese Menschen bekommen derzeit das Präparat von Biontech.

Mehr Masken für Wahlhelfer

Unterdessen greift das Land Hessen gemeinnützigen Organisationen in der Corona-Krise mit verschiedenen Programmen finanziell unter die Arme. Diese würden auf »vielfältige Weise« bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie unterstützt, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums in Wiesbaden auf eine Landtagsanfrage.

Organisationen und Vereine haben demnach zum Beispiel aus dem »Corona-Soforthilfeprogramm« anteilig Bundes- und Landesmittel von insgesamt fast 4,5 Millionen Euro erhalten. Aus diesem Topf bekamen Vereine insgesamt 3,48 Millionen Euro. Knapp 1,1 Millionen Euro davon kamen vom Land. Die restlichen Landes- und Bundesgelder entfielen auf gemeinnützige Unternehmen.

Für die Wahlhelfer bei der Kommunalwahl Mitte März erhöht das Land Hessen unterdessen die Zahl der Schutzpakete. Nach Rückmeldung der Kommunen werden am 14. März über 71 000 Wahlvorstände im Wahllokal sowie über 3000 Auszählungswahlvorstände in den Rathäusern und Kreisverwaltungen im Einsatz sein, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU). Daher sei nun ein erhöhtes Kontingent von insgesamt 210 000 FFP2-Masken, über 230 000 sogenannter OP-Masken sowie über 730 000 Handschuhe für die Kommunalwahlen ausgeliefert worden.

In Hessen sind innerhalb eines Tages 831 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, lag landesweit bei 65,5, wie aus Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht (Stand 3.10 Uhr). Am Dienstag hatte der Wert bei 64,7 gelegen. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 189 743 Fälle in Hessen nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 34 auf 5877.

Höchste Inzidenz im Lahn-Dill-Kreis

Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten wies der Lahn-Dill-Kreis mit 117,6 die höchste Inzidenz auf, in allen anderen Landkreisen lag sie unter 100. Hessenweit wurden 263 Menschen an Covid-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen behandelt (Stand: Mittwoch, 14.19 Uhr).

Insgesamt 310 248 Menschen in Hessen sind mittlerweile gegen das Coronavirus geimpft, bis einschließlich Dienstag erhielten davon 145 656 Menschen bereits ihre Zweitimpfung. Die Quote der Erstimpfungen lag in Hessen bei 4,9 Prozent.



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