14. April 2021, 22:01 Uhr

Manche Veranstalter sind noch optimistisch

14. April 2021, 22:01 Uhr
So war es immer: Karussells drehen sich auf der Frankfurter Dippemess. FOTO: DPA

Frankfurt/Kassel/Darmstadt - Kettenkarussell und Pommes von der Bude: Der Veranstalter der Dippemess in Frankfurt ist zuversichtlich, dass das Volksfest im Herbst trotz Pandemie gefeiert werden kann. »Für den Herbst sind wir wirklich optimistisch, dass die Dippemess unter gewissen Voraussetzungen stattfinden kann«, sagte der Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt, Thomas Feda.

Dennoch müssten die Besucher mit Einschränkungen rechnen. »Wir reden hier nicht von einer Dippemess, wie wir sie vor Corona erlebt haben«, sagte Feda. »Aber immerhin von einem Volksfest, wenn auch mit Abständen und Regeln.« Nachdem die Dippemess im Frühjahr wegen der Pandemie ausgefallen ist, plant die Tourismus+Congress GmbH bereits Ersatzveranstaltungen. So soll das Mainfest im August von vier Tagen auf zwei Wochen verlängert werden - wenn die Corona-Lage es zulässt. Die fehlenden Volksfeste in der Stadt haben das Leben in Frankfurt laut Feda im vergangenen Jahr verändert. »Es ist viel Tradition und Brauchtum bei solchen Festen dabei - da fehlt dann was«, sagte er. »Das sind mehr als Umsatzeinbußen, das hat was Emotionales. Es fehlt die Stimmung und das Lebendige in der Stadt.« Bis Mitte Mai soll auch entschieden werden, ob das Museumsuferfest in Frankfurt stattfindet. Das Fest findet in der Regel Ende August statt und lockt rund zwei Millionen Besucher an.

Fulda zögert

Auch andere Städte bedauern die fehlenden Volksfeste in den vergangenen Monaten. Die Stadt Wiesbaden zeigte sich mit Blick auf anstehende Stadtfeste ebenfalls optimistisch. Das Stadtfest im September in Wiesbaden werde derzeit regulär geplant. »Ende Juni wird entschieden, ob das Stadtfest stattfinden kann oder abgesagt werden muss.«

In Darmstadt hingegen wurde das beliebte Schlossgrabenfest wegen der Corona-Pandemie bereits gestrichen. Noch keine Entscheidung ist beim Darmstädter Heinerfest gefallen, das Anfang Juli stattfinden sollte.

Wenig Hoffnung macht auch die Stadt Fulda ihren Bürgern. Bislang gebe es zwar keine Absage des für Juli geplanten Stadtfestes, allerdings erscheine die Durchführbarkeit angesichts der derzeitigen Bedingungen zweifelhaft, teilte die Stadt mit. Fulda plane aber unabhängig davon eine Reihe von kleineren Veranstaltungen für den Sommer, »um die Innenstadt als Erlebnisraum für die Menschen im Bewusstsein zu halten.«

In Bad Hersfeld laufen die Planungen für das jährliche Lullusfest nach Angaben der Stadt auf Hochtouren - unabhängig davon, ob das Fest tatsächlich stattfinden wird. »Das Schlimmste, was uns passieren könnte: Wir dürfen und können dann nicht«, sagte ein Sprecher der Stadt. Daher würden sämtliche Vorbereitungen getroffen, um vom 11. bis 18. Oktober Deutschlands ältestes Stadtfest feiern zu können. Erst im Sommer müsse endgültig entschieden werden, ob das Fest stattfindet. Das Lullusfest wird seit dem Jahr 852 gefeiert und erinnert an den Stadtgründer, den Mainzer Erzbischof, dessen Todestag der 16. Oktober ist.

In Kassel will man sich noch nicht öffentlich festlegen. »Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine Entscheidung gefallen, ob beziehungsweise inwiefern größere Veranstaltungen in den kommenden Monaten stattfinden können«, teilte ein Sprecher mit. Die Stadt feiert üblicherweise vom 30. Juli bis 2. August den Zissel, eines der größten Wasser- und Heimatfeste der Region. dpa

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