28. Mai 2021, 21:01 Uhr

Experte warnt vor Überreaktion

28. Mai 2021, 21:01 Uhr
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Von DPA

Wiesbaden - Im Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag zum Mordfall Walter Lübcke hat sich ein Sachverständiger gegen die Einschränkung von Bürgerrechten zur Bekämpfung des Rechtsextremismus ausgesprochen. Zwar sei der Rechtsextremismus die größte Gefahr für die innere Sicherheit, doch dies wäre eine Überreaktion des Staates, sagte der Soziologe Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena am Freitag als Experte zum Thema Rechtsextremismus. »Es kann jetzt nicht zum Beispiel die Lösung sein, alle Daten zu speichern.«

Generell seien eine gesteigerte Sensibilität seitens der Ermittlungsbehörden und generell Präventionsmaßnahmen gegen eine Rechtsradikalisierung notwendig; bei einer bereits verfestigten Gedankenwelt sei eine Umkehr schwierig. So gebe es zwar Rechtsradikale, wie einst Stephan Ernst, die als »abgekühlt« gelten würden. Dies könne etwa durch eine Familiengründung geschehen, am Gedankengut ändere es jedoch nichts. »Eine Abkühlung ist keine Distanzierung, es kann zu einer Demobilisierung kommen.« dpa



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