03. September 2021, 21:53 Uhr

Chefermittler sagt aus

03. September 2021, 21:53 Uhr
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Von DPA

Wiesbaden - Der Chefermittler im Mordfall Lübcke hat in Markus H. einen »Pflänzchensetzer« bei Stephan Ernst gesehen. H. sei kein Führer der rechten Szene in Nordhessen, aber ein Ideengeber aus dem Hintergrund gewesen, sagte Daniel Muth am Freitag vorm Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag in Wiesbaden. Der Leitende Kriminaldirektor Muth war Leiter der »Soko Liemecke«, die im Mordfall Walter Lübcke ermittelte.

Ernst und H. seien Freunde gewesen, beide »stramm rechts«, sagte Muth. H. sei polizeilich gesehen »nicht wirklich gefährlich« gewesen. Ernst und H. seien jedoch der Auffassung gewesen, dass man »gegen die Überislamisierung in Deutschland und Europa etwas tun müsse«. Ernst hatte den Mord an Walter Lübcke gestanden - in unterschiedlichen Versionen. Dabei belastete er Markus H., der mit am Tatort gewesen sei. H. hatte sich nicht geäußert. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte Stephan Ernst wegen Mordes zu lebenslanger Haft, Markus H. wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe. dpa



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