18. Mai 2021, 21:13 Uhr

Aus der Luft auf die Schiene

18. Mai 2021, 21:13 Uhr
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Aus der Redaktion

- Rund 40 unbefristete Arbeitsverträge hat die Deutsche Bahn bereits mit ehemaligen Mitarbeitern von Fraport abgeschlossen. Zehnmal so viele hatten sich beworben für den Quereinstieg als Lokführer, Fahrdienstleiter oder Wagenmeister. Ähnliche Kooperationen pflegt die Bahn nach Auskunft einer Sprecherin mit den Airlines Germanwings und Sunexpress, um Flugbegleiter als Zugbegleiter zu gewinnen. Auch Fraport hat weitere Partner: Etwa das Bundeskriminalamt, das bei einer virtuellen Veranstaltung über die Behörde, ihre offenen Stellen sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten informierte.

Auch wenn das Thema Reisen langsam wieder auf die Tagesordnung kommt: In der Luftfahrtbranche ist noch kaum etwas von einer Erholung des in der Pandemie eingebrochenen Geschäfts zu spüren. Rund 80 Prozent der Stammbeschäftigten und der wesentlichen Konzerngesellschaften am Standort Frankfurt waren auch im ersten Quartal in Kurzarbeit, sagt Fraport-Sprecherin Sandy Chen - »zu durchschnittlich etwa 50 Prozent«.

Rund 3900 Beschäftigte (Stand 1. April) habe die Flughafenbetreiberin Fraport seit Januar 2020 abgebaut. Wer jetzt noch an Bord ist, genieße den im Notlagenvertrag garantierten Kündigungsschutz bis Ende 2023, sagt Verdi-Landesfachbereichsleiter Mathias Venema. Was danach komme, lasse sich schwer einschätzen. Vom Wiederanlaufen des Tourismus werde Frankfurt, anders als etwa Köln oder Hannover, wohl weniger profitieren. Das erleichtere den Betroffenen die Entscheidung, in eine andere Branche zu wechseln. J. Rippegather



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