25. November 2020, 22:48 Uhr

An Familienweihnachten gedacht

25. November 2020, 22:48 Uhr

Berlin/Wiesbaden - Angesichts hoher Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen soll der Teil-Lockdown auch in Hessen verlängert werden. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gestern am späten Abend in Wiesbaden nach der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an. Die verschärften Beschränkungen waren ursprünglich bis Ende November befristet gewesen. Das hessische Corona-Kabinett wird heute über die Maßnahmen beschließen, die dann ab dem 1. Dezember bis vor Weihnachten für Hessen gelten.

Noch einmal strenger sollen die Kontaktbeschränkungen werden, wie Bouffier erläuterte. Private Zusammenkünfte seien vom 1. Dezember an weiter auf den eigenen und einen weiteren Hausstand beschränkt, ab dann aber maximal auf fünf Menschen - bislang waren es höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten. Kinder bis 14 Jahre sollen nicht mitzählen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar sehe das jedoch anders aus, erläuterte Bouffier: »Weihnachten ist so wichtig für Familien. Daher haben wir bewusst beschlossen, dass sich in dieser Zeit maximal zehn Menschen verschiedener Haushalte privat treffen dürfen, Kinder unter 14 nicht eingerechnet. Damit können sich auch Großeltern und Enkel sehen.« Es komme in erster Linie darauf an, dass man sich an die Hygienevorschriften halte und Kontakte begrenze - auch sein eigenes Weihnachtsfest werde nicht sein wie immer: »Wir sind eine sehr große Familie, werden aber wohl in einer kleinen Gruppe von fünf bis sechs Menschen zusammen sein.« Diese Lockerung der Fünfer-Regel zwischen den Jahren zu unterbrechen, habe man nicht für sinnvoll gehalten.

Beim Böllern zu Silvester differenziere man ebenfalls: Auf belebten öffentlichen Plätzen ein Böllerverbot gelten. Es gehe darum, Ansammlungen zu verhindern, »aber wenn auf dem Dorf Eltern mit ihren Kindern im Garten oder Hof böllern wollen, ist das etwas anderes«. Man müsse mit Augenmaß agieren: »Nur wenn die Menschen von den Maßnahmen überzeugt sind, werden sie sich daran halten. Wir brauchen die Einsicht und das Miteinander.«

Bouffier kündigte ebenfalls an, dass es nach der Novemberhilfe auch eine Dezemberhilfe geben werde: »Das wird derzeit mit der EU verhandelt. Das können wir nicht alleine stemmen. Man kann nicht auf der einen Seite Unternehmen weiter nicht öffnen lassen und auf der anderen Seite keine Wirtschaftshilfe gewähren.«

Bei den Kitas in Hessen gebe es so gut wie kein Infektionsgeschehen, und dafür schulde man Erzieherinnen und Erziehern großen Dank. Für die Schulen betonte der Ministerpräsident nochmals die absolute Priorität des Präsenzunterrichts. Wie es Hessen schon praktiziere, sei auch für die anderen Länder nun Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen im Unterricht wie im gesamten Schulbereich vorgeschlagen. In Hessen haben sich weitere 1363 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. pi/dpa

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