09. September 2019, 22:23 Uhr

Vor allem Rechtsextreme hetzen

09. September 2019, 22:23 Uhr

Beleidigt, beschimpft, angefeindet - 54 Prozent der Landräte und Bürgermeister sind nach einer Online-Umfrage des Hessischen Rundfunks von verbalen Attacken betroffen.

Zehn Prozent antworteten in der nicht repräsentativen Umfrage, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten bedroht worden seien. Und 14 Prozent gaben an, dass sie wegen Beleidigungen oder Bedrohungen schon über einen Amtsverzicht nachgedacht hätten.

Anlässe für verbale Attacken waren an erster Stelle Straßensperrungen oder Bußgeldbescheide: Das Thema Verkehr hatte einen Anteil von 49 Prozent, wobei die Kommunalpolitiker mehrere Themen nennen konnten, bei denen sie Hetze erfahren haben. An zweiter Stelle folgten Baugenehmigungen und Bauaufsicht (36 Prozent) und erst an dritter Stelle Fragen der Flüchtlings- und Asylpolitik (35 Prozent). Häufiger genannt wurden auch Tier- und Naturschutz (20 Prozent) und Familienfragen wie Sorgerecht oder Maßnahmen des Jugendamts (13 Prozent).

Sofern die Urheber bestimmbar waren, kamen sie nach Einschätzung der Kommunalpolitiker zu 21 Prozent aus rechtsextremen Kreisen. Danach folgten »Reichsbürger« (20 Prozent), Natur- oder Tierschützer (elf Prozent), Windkraftgegner (sieben Prozent) und Linksextreme (fünf Prozent).

An der Umfrage beteiligten sich von Mitte Juli bis Ende August 322 von 444 Landräten und Bürgermeistern in allen hessischen Kommunen. Allen Teilnehmern wurde Anonymität zugesichert. Detailergebnisse zu einzelnen Kommunen oder Kreise wurden nicht veröffentlicht.

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