06. März 2018, 19:38 Uhr

Langer Wunschzettel

06. März 2018, 19:38 Uhr

Wiesbaden (dpa/lhe). Hessens Unternehmer haben die aktuelle und die künftige Landesregierung aufgefordert, sich im Bund stärker für die Interessen der Wirtschaft einzusetzen. Hessen habe fünf Stimmen im Bundesrat und großen Einfluss, sagte der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Wolf Matthias Mang, bei der Präsentation der Forderungen an die künftige Landesregierung.

In der Länderkammer müsse sich die Koalition etwa dafür stark machen, dass Strom für alle Verbraucher wieder günstiger werde, erklärte Mang in Wiesbaden. Dafür sollten neue Ökoastromanlagen künftig keine Subventionszusagen mehr erhalten. Stromnetzentgelte müssten künftig auch von Betreibern der Ökostromanlagen mitgetragen werden. Der Landtag sollte außerdem einen verbindlichen Plan zur Schuldentilgung beschließen, forderte der Unternehmer. Auch müssten höhere Rücklagen für künftige Pensionslasten gebildet werden. Wichtig sei ferner, die Investitionen in die Infrastruktur zu erhöhen, mehr Bauland für bezahlbares Wohnen auszuweisen und den Breitbandausbau gerade in ländlichen Regionen massiv voranzutreiben.

Wirtschaft in der Schule

Der Präsident appellierte auch für einen Ausbau der dualen Berufsausbildung und die Einführung eines Schulfachs Wirtschaft, um grundlegende ökonomische Kenntnisse zu vermitteln. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände vertritt die Interessen von 76 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden mit insgesamt rund 150 000 Mitgliedsunternehmen und 1,5 Millionen Beschäftigten.

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